[ Testbetrieb ] Bestellungen sind derzeit deaktiviert
Alle Beiträge

Hydro & AbwärmeHerausgeber: Cipheron

Miner und Wärmepumpe kombinieren

Miner und Wärmepumpe schließen sich nicht aus. Zwei Schaltungen, in denen sie sich ergänzen – nebeneinander am selben Speicher oder hintereinander, mit dem Miner als Wärmequelle der Wärmepumpe.

Die Wärmepumpe ist die effizientere Heizung, der Miner die mit der Nebeneinnahme. Zusammen decken sie Fälle ab, die keiner allein gut löst.

Schaltung 1: nebeneinander am Pufferspeicher

Beide Erzeuger speisen denselben Speicher. Eine Regelung entscheidet, wer läuft.

Der Miner übernimmt die Grundlast. Er läuft durch, solange Mining Ertrag bringt und der Speicher Wärme aufnimmt. Seine Leistung bemisst du am Wärmebedarf der Übergangszeit, nicht am kältesten Tag.

Die Wärmepumpe übernimmt die Spitzen. An kalten Tagen schaltet sie zu. Sie läuft außerdem allein, wenn der Mining-Ertrag unter die Stromkosten fällt.

Vorteile dieser Schaltung:

  • Die Wärmepumpe kann kleiner ausfallen, weil sie nicht die ganze Heizlast tragen muss.
  • Fällt der Mining-Ertrag weg, bleibt das Haus warm.
  • Fällt die Wärmepumpe aus, liefert der Miner eine Grundwärme.

Die Regel dafür ist einfach: Der günstigere Erzeuger läuft zuerst. Welcher das ist, ändert sich mit Strompreis und Mining-Ertrag und lässt sich täglich neu bestimmen.

Schaltung 2: der Miner als Wärmequelle

Hier arbeitet der Miner nicht für den Heizkreis, sondern für die Wärmepumpe. Sein warmes Wasser ersetzt Erdsonde oder Außenluft als Quelle.

Das löst zwei Probleme auf einmal:

  • Die Wärmepumpe wird effizienter. Je wärmer ihre Quelle, desto weniger Strom braucht sie für dieselbe Heizwärme. Eine Quelle mit 25 °C statt winterlicher Außenluft macht einen großen Unterschied.
  • Der Miner bleibt kühl. Weil die Wärmepumpe ihm die Wärme bei niedriger Temperatur abnimmt, laufen seine Chips kalt und damit sparsam. Die hohe Temperatur für Warmwasser erzeugt die Wärmepumpe.

So kommt auch ein Miner mit niedriger Zulaufgrenze in ein Haus mit hohen Vorlauftemperaturen.

Worauf du bei Schaltung 2 achten musst

Höchste Quellentemperatur. Jede Wärmepumpe hat eine obere Grenze für die Temperatur ihrer Quelle. Sie liegt oft deutlich unter dem, was ein Miner abgibt, und steht im Datenblatt. Ein Mischventil hält die Quellentemperatur darunter.

Zwei Kreisläufe. Der Minerkreis bleibt geschlossen und gibt seine Wärme über einen Plattenwärmetauscher an den Quellenkreis der Wärmepumpe ab.

Die Leistungen müssen zusammenpassen. Die Wärmepumpe entzieht ihrer Quelle weniger, als sie an Heizwärme abgibt. Der Miner darf nicht mehr Wärme liefern, als sie abnehmen kann, sonst braucht er einen zweiten Weg für den Überschuss.

Laufzeiten. Steht die Wärmepumpe, hat der Miner keinen Abnehmer. Ein Pufferspeicher auf der Quellenseite oder ein Rückkühler fängt das ab.

Der Sommer

In beiden Schaltungen gilt: Ohne Heizbedarf braucht der Miner einen anderen Abnehmer oder wird gedrosselt. Für Warmwasser allein ist ein Gerät mit mehreren Kilowatt zu groß. Plane den Sommerbetrieb, bevor du die Leistung des Miners festlegst.

Welche Schaltung wann

  • Schaltung 1 für bestehende Anlagen. Sie braucht nur einen zusätzlichen Anschluss am Speicher und eine Regelung.
  • Schaltung 2 für Neubau oder Sanierung, wenn die Wärmepumpe ohnehin neu geplant wird und ihr Hersteller die Quellentemperaturen freigibt.

Wer plant

Schaltung 1 baut jeder Heizungsbauer. Schaltung 2 verlangt eine Abstimmung mit dem Hersteller der Wärmepumpe, weil sie außerhalb der üblichen Quellen arbeitet. Hol dessen Freigabe ein, bevor du bestellst.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Der Beitrag zeigt Schaltungsprinzipien und ersetzt keine Planung durch einen Fachbetrieb.

0 Artikel im Warenkorb→