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Kauf & MarktHerausgeber: Cipheron

Luft, Hydro oder Immersion – welche Kühlung für welchen Standort

Die Kühlart entscheidet über Stromanschluss, Lärm, Infrastruktur und darüber, ob du die Abwärme nutzen kannst. Ein Vergleich der drei Bauarten mit klarer Zuordnung zum Standort.

Die meisten aktuellen SHA-256-Modelle gibt es in mehreren Kühlvarianten. Die Chips sind dieselben, der Aufwand am Standort ist es nicht.

Luft

Zwei bis vier Lüfter drücken Luft durch die Kühlkörper. Das Gerät braucht nur Strom und Netzwerk.

  • Anschluss: einphasig, bei Bitmain 220–277 V.
  • Leistung: rund 3,5 kW je Gerät bei aktuellen Modellen.
  • Lärm: 76 dB(A) laut Handbuch des Antminer S21, dauerhaft.
  • Aufwand: Zuluft, Abluft und Staubfilter. Die Abwärme kommt als warme Luft und lässt sich nur dort nutzen, wo Luft gebraucht wird.

Passt für Hallen, Container und überall, wo Lärm keine Rolle spielt und die Stückzahl klein anfängt.

Hydro

Kühlplatten auf den Hashboards geben die Wärme an einen geschlossenen Wasserkreislauf ab. Lüfter gibt es im Gerät keine.

  • Anschluss: dreiphasig, 380–415 V.
  • Leistung: 4 bis 11 kW je Gerät, je nach Modell.
  • Lärm: im Gerät nur die Pumpe; den Rest bestimmt der Rückkühler, falls du einen brauchst.
  • Aufwand: Pumpe, Verrohrung, Kühlmittel und entweder ein Rückkühler oder ein Wärmeabnehmer wie ein Pufferspeicher.

Passt, wenn du die Wärme nutzen willst, wenn es leise sein muss oder wenn viel Leistung auf wenig Fläche soll.

Immersion

Das Gerät steht ohne Lüfter in einem Tank mit elektrisch nicht leitender Flüssigkeit. Sie nimmt die Wärme auf und gibt sie über einen Wärmetauscher ab.

  • Anschluss: je nach Modell ein- oder dreiphasig; die Spannung steht am Produkt.
  • Lärm: sehr gering.
  • Aufwand: Tank, Flüssigkeit, Umwälzung und Rückkühlung. Jeder Eingriff am Gerät bedeutet, es aus der Flüssigkeit zu heben.

Passt für Anlagen, die auf Dichte, staubige Umgebung oder Übertaktung ausgelegt sind und einen Betreiber haben, der den Tank wartet.

Zuordnung nach Standort

  • Halle oder Container ohne Wärmebedarf: Luft. Geringste Einstiegskosten.
  • Wohnhaus, Hotel, Betrieb mit Wärmebedarf: Hydro. Die Wärme kommt in einer Form an, die eine Heizung verwerten kann.
  • Heißes oder staubiges Klima: Hydro oder Immersion, weil die Elektronik keine Außenluft sieht.
  • Wenige Geräte, kein Fachpersonal: Luft. Hydro und Immersion verlangen einen Kreislauf, den jemand plant und überwacht.

Was du vor der Bestellung klären musst

  1. Welche Spannung und wie viele Phasen liegen am Standort an?
  2. Wohin geht die Wärme im Sommer?
  3. Wer wartet Kreislauf oder Tank?

Lässt sich eine der drei Fragen für Hydro oder Immersion nicht beantworten, ist Luft die richtige Wahl. Die Geräte aller drei Bauarten findest du im Shop.

Quellen

Stand: Oktober 2026.

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